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Arcor Informationen - Tarife - Angebote - DSL - Telefon

Arcor gehörte zu den Telefonanbietern, die über ein eigenes
Festnetz bis auf die Ebene der Teilnehmervermittlungsstellen verfügen,
ab dort jedoch die Anschlussleitungen der Deutschen Telekom nutzen. Arcor
hatte für etwa 60 % der Haushalte sein Netz bis zu den Teilnehmervermittlungsstellen
ausgebaut; für die restlichen Haushalte existierte ein Anschluss an die
Arcor-Weitverkehrsnetze auf Ebene der 475 Telefonnetz-Zusammenschaltungspunkte
bzw. der 74 Breitband-PoPs der Telekom. Ab Ende 2006 startete Arcor mit
der Migration seines klassischen leitungsvermittelten Telefonnetzes hin
zu einer kostengünstigeren NGN-Infrastruktur; anfangs wurde nur die Telefonie
der Komplettangebote von nicht per Kollokation erreichbaren Kunden über
T-DSL-Resale-basierte IP-Telefonie realisiert.
Seit Frühjahr 2007 wird das eigene Sprachtelefonieangebot nicht mehr als
Arcor-ISDN sondern als Arcor-Sprachanschluss vermarktet und auch mittels
Kollokation erreichbare Neukunden werden in zunehmenden Maß nicht mehr
mittels herkömmlicher ISDN-Technik an das Arcor-Netz angebunden, sondern
über NGN-Anschlüsse und Integrated Access Devices. Arcor hatte mit ca.
3.600 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro (2006/07)
erzielt. Die Gesellschaft ist nach der Deutschen Telekom der zweitgrößte
Festnetzbetreiber in Deutschland. Ende 2006 hatten 1,9 Millionen Kunden
einen ISDN-Telefonanschluss bei Arcor, 1,7 Millionen davon in Verbindung
mit einem DSL-Anschluss. 1,3 Millionen Kunden hatten über Preselection
die Möglichkeit gewählt, Arcor als Verbindungsnetzbetreiber an ihrem Telekom-Anschluss
einstellen zu lassen und 2,3 Millionen nutzten mittels Call-by-Call fallweise
die Möglichkeit, über Arcor zu telefonieren oder online zu gehen. Mit
ca. 2 Millionen DSL-Kunden (Stand: 02/2007) liegt der Marktanteil von
Breitbandanschlüssen bei über 12%. Ab 2007 werden über das eigene DSL-Netz
realisierte Anschlüsse zunehmend auch auf Großhandelsbasis vermarktet,
zunächst über den Hauptanteilseigner Vodafone, ab 2008 auch über andere
Reseller wie HanseNet und United Internet. Arcor ist aus einem Joint Venture
von Mannesmann und Deutsche Bank namens CNI hervorgegangen. Diese Joint-Venture-Gesellschaft
wurde dann mit dem ausgegliederten Telekommunikationsbereich der Deutschen
Bahn, der DBKom, vereinigt. Hieraus entstand im Jahre 1996/97 die damalige
Mannesmann Arcor AG & Co. KG, die nach der Übernahme von Mannesmann durch
Vodafone in Arcor AG & Co. KG umbenannt wurde. Arcor ist seit Beginn der
vollständigen Liberalisierung des TK-Sektors im Festnetzbereich der größte
alternative Wettbewerber der Deutschen Telekom in Deutschland. Seit April
2005 gehört Arcor auch zu den Providern für IP-Telefonie (auch als „Voice
over IP“, kurz: VoIP bekannt). Bei Arcor wurde dieser Dienst als „Arcor-Sprache
VoIP“ etabliert und zunächst mit in den „Persönlichen Internet Assistenten“
(kurz: PIA), einen ursprünglich für das gemeinsame Online-Dienst-Portal
der Arcor-Gruppe „Nexgo“ entwickelten Unified Messaging-Dienst, dessen
zentrales Bedienelement bis Ende 2007 unverändert den Internetauftritt
Arcors prägte, und über den auch der Online-Kundenservice für Arcor-Kunden
abgewickelt wird, integriert. Durch den Wechsel zur NGN-Technik bei der
Bereitstellung herkömmlicher Sprachtelefonie an Teilnehmeranschlüssen
mit abonniertem DSL wird IP-Telefonie seit Ende 2006 stattdessen zunehmend
als Regeltechnologie genutzt. 2008 wurde Arcor von Vodafone übernommen.
Quelle:
Wiki
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